Der Friedensstock (Teil 2) – Vorteile und Grenzen!

Ein Interview von Suki Klohn mit Tassilo Peters

Im ersten Teil hat Tassilo mir bereits erklärt, wie der Friedensstock aufgebaut ist, wie man ihn verwenden kann und welche Voraussetzungen nötig sind, um mit ihm zu arbeiten. Er hat anschauliche Beispiele gegeben, wie eine Konfliktklärung mit dem Friedensstock aussehen kann und dabei geschildert, warum eine einfache Entschuldigung keine optimale Lösung ist und wie man damit umgeht, wenn Kinder nicht bereit sind, sich einer Konfliktklärung zu stellen.

Hier kommst Du zum ersten Teil des Interviews: https://tassilopeters.com/friedensstock_1blog/

Suki: Wie bist du eigentlich auf die Idee gekommen, den Friedensstock zu machen? Gab es da irgendeine Inspirationsquelle?

Tassilo: Nicht direkt. Wir wollten in unserem Waldkindergarten die GFK einführen und haben uns für den „Giraffentraum“ von Gundi und Frank Gaschler entschieden (hier geht es zum Buch). Das bedeutet, eine Woche lang wurde jeden Tag ein Schritt der GFK anhand einer Geschichte erklärt und gezeigt (und am fünften Tag gefeiert). Danach haben wir uns überlegt, wie wir im Alltag mit GFK weiterarbeiten können. Da für unsere Zwecke Gefühls- und Bedürfniskarten eher unpraktisch waren und wir uns wirklich nach etwas gesehnt haben, das irgendwie greifbar, anschaulich, wetterfest und jederzeit griffbereit ist, habe ich mir eine Weile lang Gedanken gemacht und auf dieser Basis den Friedensstock entwickelt.

Inspiration war also sozusagen das Problem, kein geeignetes GFK-Tool für den Alltag mit Kindern zu haben. Und so habe ich meine Erfahrung im Kindergarten  genutzt und etwas kreiert, das alle gewünschten Kriterien erfüllt.

Wenn eine Familie selbst basteln möchte, um die Identifikation mit dem Friedensstock zu erhöhen, kann sie die spülmaschinenfesten Sticker auch ohne Stock kaufen.

Für welches Alter ist der Friedensstock eigentlich geeignet? Gibt es Kinder, die schon „zu alt“ dafür sind? Und ab wann verstehen Kinder den Friedensstock?

Gemacht ist der Stock für Kinder in Kindergarten- und Grundschulalter, also so ab drei bis zehn Jahre. Ein sprachlich fitter Zweijähriger kann es auch schon verstehen. Mein Einjähriger schaut sich die Symbole an und zeigt darauf. Er wächst damit auf, es ist für ihn ganz normal, dass er da ist.

Für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter gibt es bereits viele Erfahrungen mit dem Friedensstock. Für Ältere etwas weniger. Allerdings habe ich zum Beispiel sehr erfolgreich mit einem 13-jährigen Mädchen mit dem Friedensstock gearbeitet. Mein Eindruck ist: Kinder in dem Alter sagen nicht, das sei nur was für Kleine.

Gerade Jugendliche sind oft bereit, eine Lösung für alle zu finden, weil sie gewohnt sind, dass sonst die Eltern über ihre Köpfe hinweg entscheiden und sie mit autoritären Ansagen rechnen müssen. Da ist alles besser, als dass die Eltern einfach bestimmen. Bei Jugendlichen, die keine Erfahrung mit GFK haben, kann man nicht von Bedürfnissen und Gefühlen anfangen, denn das ist zu abstrakt. Aber in dem Moment, wo ich den Stock in der Hand habe, auf dem die Begriffe auch draufstehen, kann ich ihnen zeigen, was ich meine. Mit Älteren kann man natürlich anders reden, weil sie ein größeres Vokabular und Verständnis haben.

Zusammengefasst kann ich also sagen: Mit den kleinen Kindern kann man bereits ganz früh anfangen, sobald eben die Sprachfähigkeit basal ausgebildet ist. Und nach oben gibt es keine festen Grenzen. Ich habe eher auch bei Jugendlichen eine hohe Kooperationsbereitschaft festgestellt, da der Friedensstock mit weniger Zeit mehr Klarheit schafft und sie froh sind, dass ihre Wünsche und Bedürfnisse mit einbezogen werden. Allerdings habe ich da noch nicht so viele Erfahrungen gesammelt wie mit Kindern bis zehn oder elf Jahren.

Du sagst also, das geht schon mit Zwei- oder Dreijährigen? Das kann ich mir schwer vorstellen. Trotz der Bilder ist das doch schon sehr komplex, oder nicht?

Es ist nicht wichtig, dass sie jedes Wort verstehen. Sondern es geht um die Energie, die Haltung und die Ernsthaftigkeit. Was bei einem Dreijährigen ankommt ist, dass es nicht egal ist, was er tut, sondern dass es was mit jemandem macht; dass es geklärt wird – wertschätzend und ohne Schuldzuweisungen. Und dass am Ende das Ziel ist, dass sich ALLE wohlfühlen, inklusive ihm selbst. Dass sie die konkrete Bitte verstehen, ist allerdings sehr wichtig. Das Verständnis wächst, wenn wir die vier Schritte nicht in Hochgeschwindigkeit durchgehen, sondern uns Zeit nehmen ( – meistens reichen drei Minuten).

Ein kleines Beispiel aus meinem Familienalltag:

Ich sehe, wie mein Dreijähriger seinen einjährigen Bruder haut. Natürlich könnte ich jetzt meinem ersten Impuls nachgeben, hinrennen und ihn anschreien: „HEY! Lass ihn in Ruhe, spinnst du!?“ Stattdessen stelle ich sicher, dass mein Kleinster in Sicherheit ist, hole den Friedensstock und beginne den Dialog mit meinem Dreijährigen:

Ich: „Ich habe gerade gesehen, wie du ihn gehauen hast und bin irritiert und neugierig und würde gerne verstehen, was ist da los?“ (Ich zeige auf die entsprechenden Stellen beim Friedensstock.)

Elio: „Der kneifen!“

Dann gebe ich erst einmal Empathie.

Ich: „Ah, der hat dich gekniffen? Wie ging’s dir denn da?“

Elio: „So!“ (zeigt auf das Bild mit dem wütenden Kind)

Ich: „Wütend? Wie magst du denn behandelt werden? Magst du liebevoll behandelt werden?“

Elio: „Ja!“

Dann kommt zunächst Wertschätzung, dass er bereit ist, mit mir zu klären:

Ich: „Ja danke, dass du das sagst.“

Und dann gehe ich auf die Lösungsebene und schaue, was für mich passt.

Ich: „Wenn er dich nochmal kneift, wärst du dann bereit, einen Schritt wegzugehen? Er ist noch zu klein, der versteht das noch nicht so ganz. Oder magst du vielleicht Hilfe holen? Sag einfach: Papa Hilfe!“

Elio: „Ja.“

Ich: „Ja, kannst du das mal sagen? Papa Hilfe!“

Elio: „Papa! Hilfe!“

Ich: „Ja, wärst du bereit, das zu sagen, wenn er wieder kneift?“

Elio: „Ja!“

Dann feiern wir, machen einen Knoten und ich bedanke mich. Meine Erfahrung ist: Er hält sich tatsächlich daran, weil er es verstanden hat.

Wenn ich das so höre, klingt das ein bisschen wie ein stumpfes Abklappern der Schritte. Lernen die Kinder denn dadurch überhaupt die entsprechende Haltung, die ja in der GFK mindestens genauso wichtig ist?

Ich glaube, die Haltung lernen sie nicht durch die vier Schritte. Ich glaube, sie bekommen durch den Friedensstock die Fähigkeiten zur Differenzierungen und zum Ausdrücken von Gefühlen, Bedürfnissen, Wahrnehmungen und konkreten Bitten.

Die Haltung lernen sie aus meiner Sicht vor allem durch eine Wertevermittlung. Das heißt, ich sage häufig: „Ich nehme an, es gab einen guten Grund, das zu tun!“ und meine es auch so. Dadurch lernen sie: Es gibt offenbar für alles einen guten Grund, etwas zu tun. So gehen Kinder dann auch in die Grundhaltung und übernehmen diese unterbewusst von den Erwachsenen.

Könnte man sagen, sie lernen die Theorie durch den Stock und die Haltung dadurch, dass der Erwachsene mit dem Stock die Haltung einnimmt?

Zum Teil, aber es gehört über den Stock hinaus noch eine andere Wertevermittlung im Alltag dazu. Das findet durch positive Zellprogrammierung statt, also sogenannte „Glaubenssätze“, die die Kinder lernen.

Im Negativen kennen das viele von uns: Wenn man ganz oft hört, man sei nichts wert, glaubt man es irgendwann. Ich kenne ganz viele Kinder aus der Schulzeit, die so etwas sagen wie: „Der Lehrer hat gesagt, ich singe so hässlich, seitdem habe ich nie wieder gesungen!“ Auch im Kindergarten gibt es schreckliche Sachen, beispielsweise werden Kinder gezwungen, aufzuessen und haben dann jahrelang eine schwierige Beziehung zum Essen. Oder sie hassen Rituale, weil sie so häufig dazu gedrängt wurden. Also da können die Erwachsenen viel kaputtmachen, oder dieses Phänomen positiv nutzen.

Positiv würde es so aussehen, dass man ihnen wichtige Werte vermittelt, indem bestimmte Sätze ritualisiert und häufig verwendet werden, um sie wirklich ins Unterbewusstsein der Kinder zu bringen. So sage ich zum Beispiel sehr oft: „Echte Freunde dürften auch mal streiten, das ist in Ordnung.“ Oder „Ich möchte, dass sich alle wohlfühlen.“ Somit lernen die Kinder ganz früh: Es geht um uns alle.

Das klingt ja sehr vielversprechend und ich höre auch deutlich deine Begeisterung raus. Sag uns doch mal: Was ist das Besondere am Friedensstock, das andere Tools nicht haben?

Ja, ich bin sehr begeistert, weil ich sehe, wie sehr sich mein Familienalltag und auch die Arbeit im Kindergarten durch den Stock angenehm verändert haben.

Ich würde sagen, es gibt fünf Aspekte am Friedensstock, die ihn so besonders machen:

1) Die praktische Form

Er ist GFK zum Anfassen und GFK-to-go. Das heißt, er ist immer griffbereit, solide und ganz konkret.

2) Die didaktische Vielseitigkeit

Der Friedensstock hilft zudem, alle Lerntypen anzusprechen und die Lernarten zu verknüpfen. Sprich: Er ist zum Anfassen, zum Ansehen, man arbeitet kommunikativ mit den Kindern und (indem man die Bilder benennt) auch auditiv. Alles wird miteinander in Verbindung gebracht und so ist er didaktisch äußerst wirkungsvoll.

3) Die Erinnerung und Hilfe für die Erwachsenen

Als ich den Friedensstock entwickelt habe, habe ich gedacht, er ist dazu da, dass die Kinder etwas haben, woran sie sich festhalten können. Aber in dem Moment, wo ich ihn in der Hand habe, verändert das was in mir. Er erinnert mich stets an die GFK und daran, mich aus meinem Reiz Reaktionsmuster zu lösen. Er fokussiert mich (wenn ich die Haltung kenne) auf die GFK. Das heißt, er ist eine große Unterstützung für mich, ganz dicht an der GFK und den Schritten dran zu bleiben.

Und gleichzeitig ist er für mich ein Werkzeug, um die Kinder zu unterstützen: Vielleicht weiß ich nicht alle Gefühle oder Bedürfnisse, die den Kindern gerade wichtig sind – und die Kinder selbst haben keine Worte dafür. Aber in dem Moment, wo sie eine Bild sehen, können sie sagen: So möchte ich behandelt werden!

4) Die nachhaltige Verbesserung der Haltung zu Konflikten

Ich kenne viele Menschen, die GFK kennenlernen und versuchen, mithilfe der GFK Konflikte zu vermeiden. Ihre Konfliktfreude wächst nicht, sondern ihre Angst vor Konflikten bleibt bestehen. Vielen Kindern geht es ähnlich, da sie lernen, Konflikte mit Strafe, Schuldzuweisungen, Schimpfen usw. zu verbinden und daher versuchen, konfliktreiche Situationen zu vermeiden oder andere als Schuldige darzustellen.

Da kommt der Friedensstock ins Spiel: Am Friedensstock wird nicht geschimpft. Es geht nicht um Strafe. Stattdessen gibt es Einfühlung und Aufrichtigkeit. Keine Schuld, keine Vorurteile, keine Vorwürfe. Konflikte mit dem Friedensstock zu lösen, soll Spaß machen. Am Ende wird gefeiert und Wertschätzung gegeben: „High Five, hey, vielen Dank, dass du bereit bist, diesen Konflikt zu lösen!“

Nur wenn sich am Ende mit der Konfliktklärung alle wohlfühlen, haben sie auch Lust, wieder mitzumachen! In dem Moment, wo wir es schaffen, nicht ins Urteil zu gehen, sondern wirklich die Kinder mit Gefühle und Bedürfnissen abzuholen und eine Lösung zu finden, die für alle okay ist, haben die Kinder eine positive Erfahrung mit Konflikten gemacht und die Wahrscheinlichkeit erhöht sich, dass sie zukünftig für ihre Werte und Bedürfnisse ohne Gewalt einstehen werden.

Und dann wird noch ein Knoten gemacht als Zeichen für unsere Freude und unseren Stolz: Wir haben gewaltfrei einen Konflikt gelöst!

Wenn das dann über eine lange Zeit, vielleicht sogar Generationen von Kindern, geht, wird so ein Friedensstock ganz wuschelig vor lauter Knoten. Das hat eine große Kraft: „Mit diesem Stock wurden schon so viele Konflikte wertschätzend gelöst!“

5) Die Kompetenzen der Kinder

Ich habe ja bereits angesprochen, dass der Friedensstock den Kindern hilft, aus ihrer sehr starken Emotion in eine Art Außenperspektive zu kommen, indem sie sich auf die Bilder fokussieren. Und dass die Kinder außerdem die Fähigkeit erwerben, ihre Gefühle, Bedürfnisse, Wahrnehmungen und Bitten zu formulieren und von Interpretationen, Pseudogefühlen, Strategien und Forderungen abzugrenzen. Eine weitere Kompetenz, die die Kinder mit dem Friedensstock erwerben, habe ich noch nicht genannt: Sie lernen, selbstwirksam zu werden!

Wenn die Kinder den Friedensstock kennengelernt haben, übernehmen sie ggf. sogar selbständig die Moderationsfunktion. Das war mir vorher nicht klar. Eine Geschichte, die mir erzählt wurde, war folgende:

In der Familie eines fünfjährigen Mädchens, in dem der Friedensstock schon etabliert war, haben die Eltern gestritten. Da nahm das Kind den Friedensstock, ging zu den Eltern, zeigte auf die Schritte und sagte: „Mama was hast du gesehen? Wie geht’s dir?“ Und dann bei den Bedürfnissen so was wie „Und hier?“, weil das noch etwas schwierig ist. Die Mutter hat mir erzählt, dass ihr beim Blick auf die Bedürfnisse erst klar geworden ist, worum es ihr eigentlich ging und dann konnten sie auch eine Lösung finden.

Das Kind hat also gelernt, selbstwirksam zu sein und auch anderen dabei zu helfen, Konflikte wertschätzend zu lösen.

Wow, das ist beeindruckend! Aber jetzt mal Hand auf’s Herz: Hat der Friedensstock auch Nachteile? Oder gibt es Situationen, in denen du ihn eher nicht einsetzen würdest?

Er passt nicht in eine Handtasche! (lacht).

Also es gibt zwei Situationen, in denen ich ihn nicht empfehle.

Erstens: Unter großem Zeitdruck. Wobei, was heißt das schon? Sagen wir, du willst dir keine drei Minuten nehmen, warum auch immer. Dann brauchst du weder die GFK noch den Friedensstock hernehmen. Dann packst du dein Kind, schleifst es ins Auto und schnallst es gegen seinen Willen fest. Aber wenn es dann festgeschnallt ist, dann kannst du wieder in die Haltung gehen.

Die gute Nachricht ist: Man kann mit dem Friedensstock auch Konflikte aufräumen: nehmen wir das Beispiel, dass das Kind beim Einkaufen was haben wollte und man schreit das Kind an. Zuhause angekommen kann man sich dann beschweren, dass das Kind so außer sich ist, oder man nimmt den Friedensstock, um sich selbst zu entschleunigen und sagt:

„Ich hab gehört, dass du gesagt hast, du willst die Schokolade haben und ich habe dich angeschrien, weil ich so hilflos war. Wie ging es dir denn dabei? Warst du traurig und hättest gerne eine Lösung gehabt, mit der du dich auch wohlfühlst? Wenn ich das jetzt so höre, bedauere ich es, dass ich mir vorhin nicht die Zeit genommen hab. Ich hätte gerne eine bessere Lösung gefunden, das war vorhin echt nicht okay von mir. Ich würde gerne dazu beitragen, dass du dich jetzt auch wohlfühlst, brauchst du jetzt gerade was von mir?“

Das Kind wird vielleicht Nein sagen, dann empfehle ich, für nächstes Mal eine Vereinbarung zu treffen:

„Lass uns doch schauen, wie würden wir es nächstes Mal besser hinkriegen? Was kann ich sagen, was für dich okay wäre?“

Das ist dann kein Automatismus mehr. Ich kann mir dann nächstes Mal mehr Zeit nehmen.

Du sagtest, es gibt zwei Situationen, in denen du den Friedensstock nicht hernehmen würdest. Zeitdruck ist die eine. Was ist die zweite?

Die zweite Grenze ist, wenn Gewalt gestoppt werden muss und man mit schützender Gewalt eingreifen will. Dann ist der Friedensstock nicht wichtig. In solchen Fällen gehe ich sofort deeskalierend dazwischen. Denn Schutz der Kinder steht wirklich ganz weit oben! Und damit meine ich nicht nur Lebensgefahr, sondern auch verbale Attacken, Erniedrigungen, Schubsen usw. Alles eben, wo der Schutzraum der Kinder bedroht wird.   

Wenn alle sicher sind und (falls notwendig) Zeit für Beruhigung hatten, kann der Friedensstock nachträglich zur Klärung beitragen.

Also ist er für Situationen nicht geeignet, in denen schnelles Eingreifen notwendig ist? Aber er eignet sich, um auch solche Situationen nachträglich aufzuräumen?

Ja, genau!

Haben denn schon viele Leute den Friedensstock gekauft?

Du wärst überrascht! Wenn man so will, könnte man sagen, er wird auf der ganzen Welt verwendet! Konkret heißt das: in Deutschland, Österreich, der Schweiz und auf Bali wird er schon eingesetzt! Also vor allem im deutschsprachigen Raum.

Wow! Und geht die Tendenz dazu, ihn in Kindergärten oder Schulen zu verwenden oder eher privat in Familien?

Bisher weiß ich überwiegend von Familien, aber es gibt einige Schulen und Kindergärten, in denen er zum Einsatz kommt, und die Erfahrung ist bisher, soweit ich weiß, durchweg positiv. Ich hab noch keine negativen Berichte mitbekommen. Die Erfahrung ist, dass es anfangs etwas holprig und ungewohnt ist. Deshalb gibt es auch einige Videoanleitungen zur Inspiration und zur Unterstützung beim Kauf dazu. Es gibt viele spannende Ideen für seinen Einsatz. Zum Beispiel, dass man ihn in der Pause einsetzt und Kinder als Streitschlichter lernen, mit GFK andere Kinder durch Konflikte zu führen. Das können dank dem Friedensstock auch schon Kindergartenkinder lernen, wie in dem Beispiel mit dem fünfjährigen Mädchen.

Für die, die keine Kinder haben: Meinst du, man kann den Friedensstock auch in der Partnerschaft oder mit den eigenen Eltern anwenden? (lacht)

Absolut! Ich bin ein großer Fan davon. Das wäre wirklich spannend, in diesem Bereich noch mehr Erfahrungen zu sammeln.

Vielen Dank, lieber Tassilo, für das erhellende und heitere Gespräch.

Und Du, lieber Leser oder liebe Leserin? Was denkst Du über den Friedensstock? Oder hast Du noch Fragen, die Du Tassilo gerne stellen möchtest?

Wenn Du uns Deine Meinung, Gedanken, Fragen oder Anregungen mitteilen willst, freuen wir uns sehr, wenn Du einen Kommentar hinterlässt.

Für alle, die jetzt am Friedensstock interessiert sind, geht es hier zur Produktseite: tassilopeters.com/friedensstock

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Tassilo
 

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